Es gibt neue Fratzen™-Geschichten zu erzählen.
Ausschließlich auf Papier erzählt Peer Kriesel in diesem Jahr Geschichten. Diese entstehen nicht nur durch die Arbeitsmittel – dem Fineliner, der Aquarellfarbe oder der Papierbeschaffenheit – sondern auch im Unterbewusstsein des Betrachters. Kriesels Zeichnungen zeigen Situationen des Alltags, unbewusst verarbeiteten Stress, Freude, Hoffnung, Ängste aber auch Wut über Missstände in der Gesellschaft.
»Ich kann meine Arbeiten auch immer erst mit etwas Abstand selbst interpretieren. Entdecke auch immer neue Kleinigkeiten in meinen Zeichnungen …« sagt der Künstler selbst.
Die Fratzen, hässlich und verschroben, sind eigentlich die Fratzen aus Fernsehen oder auf den unzähligen Profilen bei Facebook, StudiVZ etc., die sich präsentieren, natürlich immer im besten Licht. Im wahren Leben sind sie doch oft eher einsam, auch traurig, haben Ängste, sind ungeschminkt. In einem eigenen Kosmos, oder in jedem Kosmos der einzelnen Arbeiten begegnen sich diese »Fratzen«, die Figuren und haben ihren eigenen Sinn oder Aufgabe. Sie halten sich gegenseitig in einer absurden, surrealen, defekten Welt – in den Fratzen™-Geschichten.